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Diskussionsrunde mit Claudia Moll, Bundestagskandidatin der SPD

Diskussionsrunde in unserem Haus in Breinig mit Claudia Moll, Bundestagskandidatin der SPD, und Dr. Christoph Kösters

Der Mangel an Pflegefachkräften ist – und bleibt wohl auch – das zentrale Problem in der Altenpflege; Diskussionsrunde mit Claudia Moll, Bundestagskandidatin der SPD, und Dr. Christoph Kösters.

 

Dr. Christoph M. Kösters brachte es gleich am Anfang auf den Punkt: „Der Mangel an Pflegefachkräften in unserer Branche liegt bei 300.000 Menschen.“ Es ging um das Thema Nachwuchs- und Personalprobleme in der Pflege, und im Rahmen der Diskussionsreihe „Leben im Alter“ hatte der geschäftsführende Gesellschafter der Itertalklinik Seniorenzentrum GmbH & Co. KG Claudia Moll in das neue ITSZ Stolberg-Breinig eingeladen, um diesem zentralen Problem der gesamten Branche erneut eine Plattform zu geben – diesmal aus der Sicht von praxiserprobten Teilnehmern. Denn die Situation des Betreibers von Itertalklinik Seniorenzentrum ist die eine Seite, die aktive Pflegearbeit Tag für Tag die andere. Und Claudia Moll ist examinierte Altenpflegerin und Fachkraft für Gerontopsychiatrie; sie bewarb sich für die SPD um einen Sitz im neuen Bundestag.

Waren sich in der Sache absolut einig: Zeljko Turkalj, Claudia Moll und Dr. Christoph Kösters. Fotos: wh

Um es vorweg zu nehmen: Auch wenn die Herangehensweise an das Kernthema Pflegefachkraft von einer jeweils unterschiedlichen Warte erfolgte – in der Sache waren sich Moll und Kösters absolut einig. „Man muss es klar sagen“, sagte Kösters weiter, „die Altenpflege wird nicht allzu gut bezahlt im Vergleich zur Pflege im Krankenhaus.“ Eine Hauptforderung sei daher, die Entlohnung in der Altenpflege entscheidend nach oben zu korrigieren. Konkret: „Es muss dafür gesorgt werden, dass bereits im nächsten Jahr mittels eines Sondertarifs eine Lohnsteigerung um 15 Prozent erfolgt.“ Ein weiteres Problemfeld seien die Dienstzeiten: Mitarbeiter müssten jedes zweite Wochenende arbeiten – Ergebnis und Ausdruck der Mangelsituation!

Forderung nach fairer Bezahlung

„Sie sprechen mir aus der Seele!“ Claudia Moll kennt alle Facetten in ihrem Beruf, den sie seit 28 Jahren ausübt. Was die Bezahlung angeht, die Dienstzeiten und einiges mehr – die Sichtweise von Arbeitnehmer und Arbeitgeber gehen keinen Millimeter auseinander. Für Moll unter anderem Anlass, sich politisch zu engagieren – nämlich um in ihrem Fachgebiet etwas zu bewegen. „Ich setze mich für eine faire Bezahlung, eine hochwertige Ausbildung und bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte ein“, sagte sie – und lieferte ihren Standpunkt gleich schriftlich mit: als Statement in ihrem Wahlprogramm. Denn über den Pflegenotstand habe man schon vor 20 Jahren geredet, und der Eindruck darüber habe nie getäuscht: Es hörte niemand zu, schon gar nicht die Politik. „Ein Grund auch, warum ich jetzt kandidiere“, sagte sie.

Als seinerzeit Arbeitsminister Norbert Blüm meinte, pflegen, das könne jeder, schrieb Claudia Moll ihm einen Brief – und lud ihn ein, eine Schicht mit ihr zu arbeiten. Sie erhielt noch nicht mal eine Antwort. „Wer so etwas behauptet, hat keine Ahnung von unserem Beruf“, sagt sie, heute noch aufgebracht. „Wir gehen mit Menschen um, dazu gehört Empathie – wir arbeiten mit Herz und Verstand!“

Für Sozialberufe wird zu wenig getan

Mit der Pflegereform ist sie „nicht ganz einverstanden“. Claudia Moll ist überzeugt, den Fachkräftemangel in der Pflege mit dieser Reform nicht beheben zu können. „Ich habe die Befürchtung, die Altenpflege wird im Ergebnis wieder die Rolle des Stiefkindes einnehmen“, so ihre Skepsis. Kösters ist eben dieser Ansicht: „Für die Sozialberufe tun wir hier in Deutschland viel zu wenig!“ Für unsere Region komme erschwerend hinzu, dass im Drei-Länder-Eck Vergleichsmöglichkeiten in Punkto Lohn sehr viel schneller und direkter seien als anderswo: „In Luxemburg wird das dreifache Gehalt in der Pflege bezahlt im Vergleich zu Deutschland, in der Schweiz sogar das Vierfache.“ Und da komme eines zum anderen: Mit einer Besserbezahlung kämen die Mitarbeiter zu einem besseren Sozial- und Freizeitverhalten, die Wochenenden seien mehr dienstfrei – kurzum, am Ende stünde eine bessere Lebensqualität.

Im Zuge der lebhaften Diskussion mit dem Publikum wurden einige Aspekte überdies angesprochen. Auf die Frage, warum er, Kösters, denn nicht selbst initiativ würde und höhere Löhne bezahle, gab es einen weiteren Einblick in die Misere: „Wir zahlen bereits Spitzenlöhne“, erklärte Kösters, „aber es gibt exakte Richtlinien über Strukturen wie diese, und die Pflegekasse hindert mich daran, mehr zu bezahlen.“ Die Grundfrage, wie wir als Gesellschaft mit dem Alter umgehen, war wichtiges Thema; Versorgungsstrukturen kamen zur Sprache, ambulante neben stationärer Versorgung und deren Probleme – „es muss in ganz vielen Bereichen noch sehr viel passieren“, war man sich auch hier einig. Und Jeljko Turkalj, Pflegedirektor Itertalklinik Seniorenzentrum, schilderte ausführlich und kompetent die Situation im Zusammenhang mit der Ausbildung; auch da müsse man mit zahlreichen Maßnahmen und Attraktivitäten ansetzen. „Eines wird allzu oft verkannt“, sagte er, „der Pflegeberuf ist in Wirklichkeit ein Beruf mit vielen Perspektiven und einer ausgezeichneten Zukunft.“

wh

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